Fallstudie · Industrie im Konzernverbund
ARNOLD

„Abwarten ist
keine Option."

Wir haben den Spruch: abwarten ist keine Option. Wenn es nur darum geht, soll ich den Schritt gehen oder nicht — dann auf jeden Fall den Schritt gehen. Johanna Flügel · Digital Transformation Officer · ARNOLD UMFORMTECHNIK
Johanna Flügel
Johanna Flügel
Digital Transformation Officer
Frank Guse
Frank Guse
Senior Director HR & Organization

Wie ein Verbindungselemente-Hersteller der Würth-Gruppe in sechs Monaten 600 Mitarbeitende an KI herangeführt hat — und am Ende Anwendungsfälle baute, für die er uns nicht mehr brauchte.

Programm
50.000 €
6 Monate
Belegter Nutzen
101.112 €
pro Jahr
Rückfluss
2,0×
im 1. Jahr
Blümlein AI & Automation GmbH · KI-Sherpa®Fallstudie · Stand August 2026
01 · Die Ausgangslage

Die Werkzeuge waren da. Das Können nicht.

ARNOLD stand nicht am Anfang. Copilot und Power Automate waren im Haus, es gab je rund 15 Key-User, Digitalisierung ist seit über fünf Jahren eine der strategischen Stoßrichtungen. Das Problem lag woanders.

Wir haben die Tools, wir haben sie zur Verfügung, wir können sie nutzen — und unsere Mitarbeitenden wissen aber gar nicht so, wie genau und was genau sie machen wollen. Johanna Flügel · Digital Transformation Officer

Zwei Kräfte zogen gegeneinander. Einzelne preschten vor und bauten sich eigene Lösungen. Die Breite blieb stehen. Genau daraus entsteht das Muster, das jede lernende Organisation verhindert: singuläre, zufällige Entwicklungen statt gemeinsamer Infrastruktur.

Dazu ein struktureller Rahmen, den kein Berater wegdiskutiert: ARNOLD sitzt auf einem Microsoft-Tenant, den sich rund 400 Gesellschaften der Würth-Gruppe teilen. Kein eigenes Admin-Center, keine Freigabehoheit für Drittsoftware, kein eigenes Software-Entwicklungsteam.

Frank Guse
Der Auftrag — vom ersten Gespräch an
Am Ende muss es ja auch weitergehen, wenn ihr weg seid. Da begeistert uns schon, dass es fast schon Montessori ist: Hilf es mir, selbst zu tun. Frank Guse · Senior Director HR & Organization

Das ist kein Nebensatz, sondern die Abnahmebedingung. Ein Programm, das den Kunden abhängig macht, hätte bei ARNOLD als gescheitert gegolten — auch wenn jede Zahl gestimmt hätte.

ARNOLD Standort Rauhbusch
Der neue Standort Rauhbusch. Rund 600 der Mitarbeitenden in der Arnold Group haben einen digitalen Arbeitsplatz — das war die adressierbare Menge, nicht die Gesamtbelegschaft.
Das Unternehmen

Verbindungselemente für die Mobilität, aus Schrauben sind hochkomplexe Bauteile geworden. Über drei Milliarden Stück im Jahr, Werke in Deutschland, China und den USA. Teil der Würth-Gruppe.

Die adressierbare Menge

Rund 600 Mitarbeitende mit digitalem Arbeitsplatz — eigener Rechner oder eigene E-Mail-Adresse. Nicht die Gesamtbelegschaft, nicht ein Pilotkreis.

Blümlein AI & Automation GmbH · KI-Sherpa®Seite 2
02 · Was wir gemacht haben

Ideen sortiert statt gesammelt.

Der häufigste Fehler in KI-Programmen ist Ideensammlung ohne Trichter. Man endet mit 80 Vorschlägen, von denen keiner produktiv wird. Deshalb wurde bei ARNOLD von Anfang an gefiltert — und der Zufluss irgendwann bewusst gestoppt.

72 → 2
Der Trichter
72 identifizierte Anwendungsfälle → 30 im High-Value-Bereich → 4 priorisiert → 2 sofort in Umsetzung
25
Teilnehmende im Kickoff
02.04.2026 · Digitalisierung, HR, IT und Fachbereiche gemeinsam
7
Buddy-Sessions
Kleingruppen à 3–4 Personen, gestaffelt nach Kenntnisstand

Vier Bewegungen, die den Unterschied gemacht haben

Warum ein Programm und keine Workshop-Reihe
Wir hatten die Option zu sagen, wir machen mit einem Schulungspartner einzelne Workshops. Ein ganz klarer Unterschied ist die Langfristigkeit — es ist jetzt nicht nur mal für zwei, drei, vier Termine, sondern eine umfassende Unterstützung. Und es geht auch um ein Mengenproblem: 600 Mitarbeitende. Das hätten wir schlichtweg aus eigener Kraft nicht stemmen können. Johanna Flügel
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03 · Was dabei herauskam

14 produktive Anwendungen.
12 davon vom Kunden bestätigt.

Aus 35 erfassten Vorhaben sind 14 produktiv gegangen. Entscheidend ist nicht diese Zahl, sondern die dahinter: Für 12 der 14 hat ARNOLD selbst den Nutzen gegengezeichnet — zuletzt am 6. August 2026. Nicht unsere Schätzung, ihre.

Produktive AnwendungStd./Monat
WZ-Überarbeitungstabelle — Bestellungen aus SAP lesen, E-Mail erzeugen43,3
SAP T.O.B.I. — Technical Optimized BOM Interface26,0
KRL-Agent21,7
Verknüpfungsrakete — automatischer Zeichnungsverknüpfer in SAP21,7
FleetBot — Fuhrpark-Assistent13,0
ProjectBuddy · Zeugniserstellung · Entgeltabrechnungskontrolle23,9
Vier weitere HR-Assistenten (Einkommensregelungen, Ticket-Anlage, Business Requirements, Gesprächsdoku)10,9
Summe der kundenbestätigten Anwendungen161
101.112 €
bestätigter Nutzen pro Jahr
12 Anwendungen, von ARNOLD gegengezeichnet
2,0×
Rückfluss im ersten Jahr
gegen 50.000 € Programmpreis (6 Monate)
161 h
pro Monat freigesetzt
≈ ein voller Mitarbeiter-Monat, jeden Monat

Zwei weitere produktive Anwendungen (SharePoint-Migrationen für Auditmaßnahmen und Investitionsmanagement) sind intern erfasst, aber noch nicht kundenseitig gegengezeichnet — sie stehen in der Summe oben bewusst nicht drin.

Der eigentliche Beweis ist kein Wert, sondern ein Satz
Mein Mitarbeiter hat sich eingearbeitet und hat das mit dem Helpdesk-Agent zu 99 Prozent selber gelöst. Was wieder zeigt, dass es nicht an der Fachlichkeit scheitert, sondern eher an dem Thema: hey, will ich. Jonas Schönbein · IT · 27.07.2026
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04 · Was nicht funktioniert hat

Drei Dinge, die wir
unterschätzt haben.

Eine Fallstudie ohne Reibung ist Werbung. Diese drei Punkte haben in sechs Monaten am meisten Zeit gekostet — und sie treffen jedes Unternehmen mit ähnlicher Struktur.

1 · Der Anfang war zäher, als wir versprochen hatten

Dafür, dass wir im März gestartet haben, ist es mir am Anfang ein bisschen zu langsam gegangen.Johanna Flügel · April 2026

Zwischen Kickoff und ersten produktiven Anwendungen lagen Wochen, in denen vor allem Voraussetzungen geklärt wurden. Wir haben daraus gelernt und ziehen die technische Klärung heute vor den Kickoff, nicht danach.

2 · Multiplikatoren aktivieren sich nicht auf Kommando

Das sind so drei, vier, die wirklich immer aktiv sind. Und ich weiß nicht, wie ich die anderen Leute noch aktivieren soll.Johanna Flügel · Juni 2026

Wer auf KI-Scouts setzt, bekommt eine ungleiche Verteilung: Ein Teil trägt, ein Teil zieht mit, ein Teil bleibt stehen. Das ist kein Programmfehler, sondern der Normalfall — und genau der Grund, warum es mehr als eine Handvoll Scouts braucht.

3 · Der Engpass war nie die Technik. Er war die Freigabekette.

Vier Vorhaben blieben stecken, keines davon am Modell:

Die Lehre für jedes Unternehmen im Konzernverbund

Die Freigabekette gehört in die Planung, nicht in die Risikoliste. Wer sie erst entdeckt, wenn ein Anwendungsfall fertig ist, verliert Wochen — und zwar bei jedem einzelnen. Der teuerste Fehler in diesem Programm war, Zugangshürden beim Aufprall zu entdecken statt am Start gebündelt zu klären.

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Zwischenruf · Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die drei Sätze, die wir
am häufigsten hören.

Diese Fallstudie beschreibt ein Unternehmen im Konzernverbund. Der Grund, warum sie Ihnen vermutlich bekannt vorkommt, liegt aber woanders: Die Ausgangslage ist fast überall dieselbe — unabhängig von Größe, Branche und IT-Reife.

Geschäftsführung
„Ich weiß, dass ich muss — ich weiß nur nicht, wo ich anfangen soll. Bin heillos überfordert, wenn ich ganz ehrlich bin."
Geschäftsführer, Armaturenhersteller. Die Qual ist nicht das Nichtwissen. Sie ist, dass der souveräne Kopf des Hauses ausgerechnet bei der Zukunftsfrage als Einziger keine belastbare Aussage treffen kann.
IT-Leitung
„Dann haben wir hinterher eine Dienstleister- und Tool-Landschaft größer als der Stuttgarter Zoo."
IT-Leiter, Fluid Control. Dahinter steht die eigentliche Sorge: „Am Ende heißt es, die IT ist dumm und hat Fehler gemacht." KI läuft im Haus längst — nur unkontrolliert.
Fachbereich
„Da ist in der Geschäftsführung noch keiner, der sagt: ich nehme das in die Hand. Da sehen sie genau mich."
KI-Beauftragter, Baustoffindustrie. Verantwortung ohne Mandat, neben dem Tagesgeschäft — und ohne sichtbaren Beweis kein Budget.
1
„Erst die Daten aufräumen, dann KI" ist der teuerste Satz im Mittelstand. Das Datenchaos wird erst sichtbar, wenn man die KI davorstellt. Der Reflex ist ein zweijähriges Fundamentprojekt — das Ergebnis: nie anzufangen.
2
Der Mittelstand hat keine Ideen-Krise, sondern eine Umsetzungs-Krise. „Wir müssen jetzt was machen — aber wir machen nichts." Workshops begeistern, Piloten funktionieren, dann frisst das Tagesgeschäft alles.
3
Versprechen zählen nicht mehr. Nur noch Beweise. „Der kann uns ganz viel erzählen … ich möchte was sehen." Der Markt ist voll von Anbietern, die niemand fachlich beurteilen kann.
Wie eine Zusammenarbeit bei uns aussieht
Stufe 1 · Diagnose
Der KI-Monat
9.900 € · vier Wochen
Bestandsaufnahme, Anwendungsfall-Landkarte, ein erster produktiver Fall. Danach wissen Sie, ob sich mehr lohnt — und wir auch.
Stufe 2 · Befähigung
Das Sherpa-Programm
12 Monate
Genau das, was Sie in dieser Fallstudie gelesen haben: Menschen befähigen, Anwendungsfälle produktiv bekommen, Nutzen belegen.
Stufe 3 · Steuerung
Das Transformations-Mandat
sechsstellig p. a. · max. 4 im Jahr
Wenn Effizienz nicht mehr die Frage ist, sondern Steuerung: Ihr eigenes KI-Betriebssystem auf Ihren Daten, mit C-Level-Takt und garantierter Lieferung.
Auszug aus den Häusern, die wir begleitet haben
bauckgerolsteinerjrslinglarienscoburkertkw-automotiveoptimavulkanhermajagalucafmbe
Blümlein AI & Automation GmbH · KI-Sherpa®Seite 6
05 · Der Kunde über die Zusammenarbeit

„Das hätten wir auch
allein hingekriegt."

Die aufschlussreichste Rückmeldung des ganzen Programms klang zunächst wie Kritik. Sie kam nach dem Hackathon im Juli.

Johanna Flügel
Aus verschiedenen Teilnehmer-Ecken kamen die Rückmeldungen hinterher: technisch waren die Tipps nicht mehr so hilfreich, das hätten wir alles alleine hingekriegt. Wo ich erst gedacht habe: naja, war das nicht gut? Und dann habe ich gedacht — umgekehrt eigentlich. Die Mitarbeiter haben jetzt ein Level erreicht, wo sie sagen: das könnte ich jetzt auch alles alleine. Und genau das ist ja eigentlich der Punkt, den wir erreichen wollten. Das fand ich cool. Johanna Flügel · Digital Transformation Officer

Ein Enablement-Programm ist dann erfolgreich, wenn der Kunde den Berater nicht mehr braucht. Das ist unbequem für jeden Dienstleister, der auf Verlängerung hofft — und es ist die einzige Definition, die ARNOLD von Anfang an akzeptiert hätte.

Frank Guse
Da stand nicht der typische Berater vorne, der seine Folien runterrasselt und das Blaue vom Himmel erzählt. Der hatte ein paar Folien, die er nutzt oder auch nicht, und viel Zeit zuzuhören — so unverkrampft, wie wenn man ihn in der Kaffeeküche treffen würde. Es war gar kein Berater-Kunde-Verhältnis, sondern: da kommt einer und der geht mit uns ein Stück Weg. Sehr nahbar, sehr authentisch. In dem Moment dachte ich: ihr passt sehr gut zu uns. Frank Guse · Senior Director HR & Organization
Würdet ihr es wieder tun?

„Ich wüsste keine Alternative."

— Johanna Flügel

Wem ARNOLD das Programm empfiehlt

„Mittelgroße Unternehmen, die eine eigene IT haben und intern kurze Wege. Es gibt keine Personalabteilung, die Ressourcen vorhält, um 600 Mitarbeiter mit KI in Verbindung zu bringen."
— Johanna Flügel

Blümlein AI & Automation GmbH · KI-Sherpa®Seite 7
06 · Was das für Sie heißt
ARNOLD

Die Stufe danach:
das KI-Betriebssystem.

Was Sie auf den letzten Seiten gelesen haben, ist Stufe eins: Menschen befähigen, Anwendungsfälle produktiv bekommen, Nutzen belegen. ARNOLD hat sie in sechs Monaten genommen. Für die meisten Unternehmen ist genau dort die Grenze — und zwar aus einem strukturellen Grund.

14 produktive Anwendungen sind 101.112 € im Jahr. Das ist viel, und es ist trotzdem ein Effizienzgewinn. Es verändert, wie schnell in einem Haus gearbeitet wird. Es verändert nicht, wie in einem Haus entschieden wird. Der Sprung von Effizienz zu Steuerung ist die eigentliche Frage — und er passiert nicht durch mehr Anwendungsfälle.

Der Unterschied in einem Satz

Ein Anwendungsfall nimmt einer Abteilung Arbeit ab. Ein KI-Betriebssystem gibt der Geschäftsführung eine Antwort, die sie vorher nicht hatte — auf Basis der eigenen Zahlen, jeden Tag neu, ohne dass jemand sie zusammensucht.

Genau das bauen wir heute bei den Häusern, die diese Stufe genommen haben: ein Wertstrom-Cockpit, das einen Margenverfall bis auf das einzelne Produkt zurückrechnet. Ein Marktradar, das Wettbewerbspreise und Aktionen über Jahre mitschreibt. Ein Rechtsmonitoring, das aus hundert Meldungen die zwanzig herausfiltert, die das eigene Sortiment wirklich betreffen. Alles auf den Daten des Kunden, alles in seiner Hand.

Der Maßstab dafür ist ein anderer. Nicht mehr Stunden mal Stundensatz, sondern die Frage: Welche Entscheidung wäre anders ausgefallen, wenn Sie das früher gewusst hätten?

QR-Code zur Terminbuchung
Der nächste Schritt

30 Minuten. Ohne Angebot am Ende.

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Ausgangslage an und sagen Ihnen ehrlich, was realistisch geht, was nicht — und ob sich der Aufwand für Sie überhaupt lohnt. Kein Foliensatz, keine Präsentation. Wenn es nicht passt, sagen wir das im Termin.

calendly.com/bluemlein-ai/erstgesprach

Alle Zahlen dieser Fallstudie stammen aus dem Nutzen-Register des Programms (Abfrage 25.08.2026); die als kundenbestätigt ausgewiesenen Einträge wurden von ARNOLD gegengezeichnet. Alle Zitate sind wörtlich aus aufgezeichneten Terminen und dem Abschlussinterview vom 21.07.2026.

Blümlein AI & Automation GmbH · KI-Sherpa®Seite 8
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